DIE ÑÄHÑU - EINES DER 56 INDIANISCHEN VÖLKER MEXIKOS

Einleitung - Name - Geschichte - Kultur: Sprache - Kleidung - Wohnen - Wirtschaft - Kunst - Religion/Glauben - Hñähñu-Sein heute - Kultur-/Sprachverlust - Indigene Gegenbewegung - Nicht-Indigenas - Autor - Quellen

Einleitung:

Die Ñähñu - denen sogar ihr richtiger Name geraubt wurde und die meist nur unter dem Namen Otomí bekannt sind - waren eines der ersten Völker, die Mittelamerika besiedelten. Sie waren also schon vor den bekannteren Völkern der Azteken und Maya in Mexiko.

Da es kaum historische Aufzeichnungen noch großartige Bauwerke, wie z.B. Pyramiden gibt, die sich eindeutig den Ñähñu zuordnen ließen, ist nicht viel über die Geschichte dieses Volkes bekannt. Die Ñähñu wurden schon immer entweder vertrieben oder unterdrückt - erst von anderen Volksgruppen, dann von den Spaniern, und heutzutage von der mexikanischen Regierung. Dies hatte zur Folge, daß stets andere die Geschichte geschrieben haben und die Ñähñu nie selbst ihre Geschichte schreiben konnten.

Dies heißt aber keineswegs, daß das Volk Ñähñu keine großartige eigene Geschichte, Sprache und Kultur hätte!
 
 

Name:

WARUM ÑÄHÑU UND NICHT OTOMÍ?

Oft wird fälschlicherweise behauptet, daß der Name Otomí die spanische Bezeichnung für das Volk Ñähñu sei. Die Wahrheit aber ist, daß diese Bezeichnung aus dem Nahuatl, der Sprache der Azteken stammt. Diese sagten Otomitl und die Spanier machten Otomí daraus.

Über die genaue Bedeutung des Wortes Otomitl streiten sich die Sprachforscher. Fast alle ihrer Erklärungen bringen etwas negatives über die Ñähñu zum Ausdruck. Man muß wissen, daß das Volk Ñähñu stets von anderen Stämmen unterdrückt wurde. Diese meist kriegerischen Völker verachteten die Ñähñu für ihre Friedlichkeit.

Deshalb sollte der Name verwendet werden, den sich das Volk selbst gegeben hat - nämlich Ñähñu. Dieses Wort setzt sich aus „Ñä = sprechen“ und „hñu (von xiñu) = Nase“ zusammen. Dies bedeutet soviel wie „der mit Hilfe der Nase spricht“. Es gibt in dieser Sprache viele nasale Laute.

Wenn man das Volk oder die Personen meint, schreibt man Ñähñu, meint man die Sprache, die Kultur oder das Adjektiv, so schreibt man Hñähñu.
 

Geschichte:

KURZER GESCHICHTLICHER ABRIß

Die ältesten bisher in Mexiko gefundenen Zeugnisse menschlichen Lebens werden auf ein Alter von ca. 22 000 Jahren datiert. Die zuerst noch herumziehenden Jäger und Sammler begannen Generationen später mit dem Ackerbau und wurden seßhaft. Um 1300 v. Chr. lebten sie schon in festen Dörfern, webten Stoffe und flochten Körbe, bearbeiteten Steine und feierten Bestattungszeremonien. Andere Gruppen lebten weiterhin noch in Höhlen und führten ein halbnomadisches Leben. Aus dieser Zeit existieren noch viele Zeugnisse, wie Felszeichnungen, Höhlenmalereien und erste Anzeichen von Bauwerken. So gibt es z.B. im Cañon von San Antonio Tezoquipan im Bundesstaat Hidalgo sehr alte Wandmalereien, von denen eine auf ein Alter von ca. 12 000 Jahren datiert wird. Die Menschen, die diese malten, waren Vorfahren der Ñähñu.

Auf einigen Keramikfunden, die von verschiedenen Archäologen den Ñähñu zugeordnet werden, befinden sich Pyramidenmuster. Diese lassen darauf schließen, daß es auch dieses Volk war, das die Pyramidenstruktur entwickelte und vielleicht sogar die ersten Gebäude dieser Form errichtete.

Im Laufe der Jahrtausende spaltete sich die Bevölkerung auf dem mesoamerikanischen Kontinent (bestehend aus dem heutigen Mexiko und den mittelamerikanischen Ländern von Guatemala bis Panama) in viele verschiedene Völker mit jeweils eigenen kulturellen Merkmalen und Sprachen auf. Bereits um 2000 v. Chr. traten Elemente einer Proto-Hñähñu-Sprache und -Kultur in Zentralmexiko auf. Daraus entwickelte sich im Laufe vieler Generationen das heutige Volk Ñähñu mit seiner eigenen Identität, Sprache und Kultur. Tollán, das heutige Tula, die Hauptstadt der Tolteken-Chichimeken wurde schon lange vorher von den Ñähñu bewohnt. Sie nannten den Ort allerdings Mämeni.

In den folgenden Jahrhunderten wurden die Ñähñu von verschiedenen anderen Völkern - darunter die Tolteken und die Azteken - unterworfen und unterdrückt. Während dieser Vorherrschaften mußten sie als Maurer und Tagelöhner an der Errichtung vieler bekannter Städte und Tempelanlagen mitarbeiten, darunter z.B. die riesigen Anlagen von Tollán (Tula) und Teotihuacan (am Nordrand von Mexiko-Stadt) mit ihren Tempeln, Pyramiden, Palästen und Ballspielplätzen. Neben den Zwangsarbeiten mußten sie vielfältige Abgaben leisten.

Kurze Zeit nach dem Eintreffen der Spanier unterwarfen sich die Ñähñu, weil sie sich von ihnen eine Befreiung von der Aztekenherrschaft erhofften. Daß dies ein verhängnisvoller Trugschluß war, wissen wir heute. Die Unterdrückung und Benachteiligung geht weiter bis zum heutigen Tage. Zwar haben sich die Formen der Unterdrückung und die Unterdrücker geändert - die Unterdrückten bleiben aber weiterhin die indianischen Völker Mexikos, darunter auch das Volk Ñähñu. In der heutigen Zeit äußert sich dies in fehlenden Rechten für die indianische Bevölkerung, ungerechter Landverteilung, mangelhafter oder sogar fehlender medizinischer Versorgung, schlechten oder sogar fehlenden Bildungsmöglichkeiten, und vielem mehr.

Trotz der ständigen Unterdrückung und Einflüsse anderer Kulturen und Sprachen, ist die Kultur und Sprache Hñähñu noch lebendig.

Das Volk Ñähñu hatte stets die großartige Fähigkeit, sich zu unterwerfen, anzupassen und zu integrieren, ohne dabei aber die eigene Kultur und Sprache zu verlieren. Die heutige Kultur Hñähñu ist durch den Überlebenswillen und den jahrhundertelangen kulturellen Widerstand geprägt und stellt das Eigene dar, das über viele Generationen weitergegeben und beibehalten wurde.
 
 

Kultur:

KULTURELLE MERKMALE

Sprache:

Hñähñu wird noch in verschiedenen Regionen der Bundesstaaten Mexico, Hidalgo, Querétaro, Veracruz, San Luis Potosí, Tlaxcala, Guanajuato und Michoacán gesprochen.

Es ist eine mündlich überlieferte Sprache mit unzähligen regionalen Dialekten. Hñähñu zu sprechen ist überaus kompliziert, weil schon kleinste Betonungsunterschiede Wortveränderungen ergeben können.

1980 wurde auf einem Kongreß von Sprachwissenschaftlern und zweisprachigen Lehrern (sie unterrichten in Spanisch und Hñähñu) ein Alphabet für die Region des „Valle del Mezquital“ (im Bundesstaat Hidalgo) erarbeitet. In diesem Gebiet lebt die Mehrheit der rund 347 000 Menschen, die Hñähñu sprechen. Dabei wurden die Laute in lateinischer Schrift dargestellt. Allerdings mußten für spezielle Laute einige neue Schriftzeichen eingeführt werden, wie z.B. ä, e, o, u, ts, und th. Mittlerweile gibt es zahlreiche Ñähñu, die gelernt haben ihre Sprache zu lesen und zu schreiben. Zudem wurden einige zweisprachige Unterrichtsmaterialien, Hefte für die Bevölkerung, Grammatiken und Wörterbücher erstellt.
 

Kleidung:

Die Grundlage stellt das „Ayate“ dar. Dies ist ein Tuch, das aus den Fasern des „Maguey“ (eine Nutzagave), die „Santhe“ genannt werden, gewebt wird. Je nach Verwendungszweck gibt es die „Ayates“ in verschiedenen Größen und Verarbeitungsqualitäten. Sie begleiten die Ñähñu ihr ganzes Leben lang - vom Tragetuch für Babys bis zum Leichentuch für Verstorbene. Leider wird durch den „Fortschritt“ das „Ayate“ immer mehr durch Industrieprodukte aus Kunstfasern verdrängt und gerät in Vergessenheit.

Die traditionelle Bekleidung der Frau besteht aus dem „Ayate“ als Kopfbedeckung, einem Rock und einer Bluse. Diese werden aus naturfarbenen Stoffen genäht und sind meist mit kunstvollen Stickereien verziert. Dazu wird ein breiter gewebter Gürtel umgebunden.

Die traditionelle Bekleidung des Mannes besteht aus einer einfachen Hose und einem langärmligen Hemd, die jeweils aus naturfarbenen Stoffen gefertigt sind. Manchmal ist das Hemd bestickt, allerdings lange nicht so aufwendig wie die Bluse der Frauen. Über dem Hemd wird in bestimmter Art und Weise ein „Ayate“ gebunden. Als Kopfbedeckung trägt der Mann einen aus Palmblättern geflochtenen Hut.

Frauen und Männer tragen Ledersandalen, die es in verschiedenen Ausführungen gibt.

In der heutigen Zeit wird die oben beschriebene traditionelle Kleidung allerdings nur noch an hohen Festtagen oder von alten Menschen getragen. Die meisten Menschen - besonders die Männer - kleiden sich mittlerweile „modisch fortschrittlich“: Jeans, Miniröcke, T-Shirts, Cowboystiefel, Cowboyhüte, Turnschuhe, Pullover, und ähnliches bestimmen das Bild.
 

Wohnen:

Früher wurden die Hütten aus dem Material gebaut, das die Natur der Region zur Verfügung stellte, also Lehm, verschiedene Kakteen, etwas Holz und Steine. In den trockenen Hochtälern erbaute man die Hütten aus einem Holzgerüst, das mit „Pencas“ gedeckt wurde. Dies sind die breiten fleischigen Blätter der „Maguey“-Agaven. In den Bergen, wurde Holz und Rindenmaterial für den Hüttenbau verwendet. In sehr steinigen Gebieten wurden Hütten und Häuser aus Natursteinen errichtet. Heutzutage sind fast nur noch aus Ziegelsteinen gemauerte Häuser mit Betonfußboden und einem Flachdach aus Beton oder Wellblech zu sehen. Die Häuser haben Fenster und Türen und bestehen meist aus vier Zimmern oder mehr. Oft wird die frühere Hütte aus Holz oder Kakteenmaterial noch als Küche weiterverwendet, weil der Rauch durch die Ritzen gut abziehen kann. Die Inneneinrichtung der Häuser hängt sehr vom jeweiligen Wohlstand der Familien ab.


Wirtschaft:

TRADITIONELLE ARBEITEN

Durch ihre Zwangsanpassung an lebensfeindliche, trockene Gebiete haben sich die Ñähñu zu wahren Meistern entwickelt, scheinbar unnützlichen Dingen etwas abzugewinnen. Beispiele dafür sind die Verwendung des „Maguey“ (Nutzagave) und des „Nopal“ (Nutzkaktus).

Nach fünf bis sechs Jahren ist ein „Maguey“ groß genug, um das Kernstück, das auch Herz genannt wird, herauszuschneiden. In der dabei entstehenden Aushöhlung sammelt sich dann der aus den Blättern zurückströmende Saft. Dieser wird zweimal bis dreimal täglich abgesaugt. Die Flüssigkeit heißt „Aguamiel“ (Honigwasser) und kann auf verschiedene Arten weiterverarbeitet werden. Zum einen entsteht durch langes Kochen des „Aguamiel“ ein nahrhafter dickflüssiger Sirup, der sogenannte „Miel de Maguey“. Zum anderen ist die abgesaugte Flüssigkeit selbst fermentierend, das heißt, beim Lagern entsteht Alkohol. Das dabei entstehende alkoholische Getränk hat ungefähr den Alkoholgehalt von Bier, schmeckt leicht säuerlich und heißt „Pulque“.

Die Blätter des „Maguey“ werden „Pencas“ genannt und dienten wie bereits beschrieben früher zum Hüttenbau. Aus diesen fleischigen Blättern werden außerdem die Fasern gewonnen, die „Santhe“ genannt werden. Aus diesen spinnt man Fäden, die „Ixtle“ heißen. Mit dem „Ixtle“ kann dann gewebt, gestickt, gehäkelt oder geknüpft werden. Aus den Fasern einer anderen Agavenart, der „Lechuguilla“, werden sogar Seile und Säcke hergestellt.

Die jungen frischen Blätter des „Nopal“ werden „rasiert“, geschält und als Salat oder Gemüse zubereitet. Im August und September trägt der „Nopal“ am Rand seiner Blätter viele Früchte, die „Tunas“, die geerntet werden. Sie haben etwa die Größe eines Hühnereis und eine fleischige mit Stacheln besetzte Schale. Es gibt verschiedene Sorten, die in Farbe und Geschmack variieren. Der Geschmack ist ähnlich einer Melone. „Tunas“ sind wegen ihres hohen Flüssigkeitsgehaltes sehr geschätzt.

Die verschiedenen Handarbeiten haben ebenfalls sehr viel Tradition. So werden je nach Region hergestellt: Töpferwaren, Matten und Hüte aus Palmblättern, Eisenwerkzeug, Ledersandalen, Seile, Körbe und Säcke. Jedoch im ganzen Verbreitungsgebiet des Volkes Ñähñu stellen vor allem Frauen Textilerzeugnisse her. Sie spinnen, weben, sticken, nähen, häkeln, stricken und knüpfen.

Die gestickten und gewebten Muster werden seit Generationen weitergegeben und haben oft eine tiefgehende symbolische Bedeutung. Das immer wieder auftretende Grundmotiv ist ein Symbol, das im Spanischen „Flor y Canto“ heißt und auf Hñähñu „Rä doni n’e rä thuhu“ genannt wird. Im Deutschen bedeutet dies „Blume und Gesang“. Die Blume versinnbildlicht dabei das Schöne, was aus Mutter Erde hervorwächst. Der Gesang wird durch zwei Vögel dargestellt, die für das Schöne, was von oben aus den Lüften kommt, stehen. Dadurch wird eine symbolische Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und den Menschen hergestellt.
 

Kunst:

KÜNSTLERISCHE AUSDRUCKSFORMEN

In der Kultur Hñähñu existieren verschiedene traditionelle Tänze, Lieder, Gedichte, Erzählungen und Legenden, von denen einige bis zum heutigen Tage lebendig geblieben sind.

Im dem Tanz mit dem Namen „Danza del ixtle“, wird die Gewinnung der „Santhe“-Fasern aus den Blättern des „Maguey“ und die Weiterverarbeitung zu „Ixtle“-Fäden schauspielerisch dargestellt. Viele der Erzählungen haben Fabelcharakter. Das heißt, daß darin verschiedene Tiere, wie z.B. „Rä miñ’o“, „der Kojote“ oder „Rä ts’ints’u“, „der Vogel“, die Hauptrolle spielen und oft menschliche Verhaltensweisen haben.
Einige Ñähñu haben sich in den letzen Jahren einer wichtigen Aufgabe angenommen. Sie schreiben dieses meist mündlich von Generation zu Generation überlieferte Wissen auf, damit es nicht eines Tages verloren geht. Genauso wichtig ist die kreative Neuschöpfung von Werken in der Sprache Hñähñu, der sich in der heutigen Zeit leider immer weniger Menschen widmen.

Religion und Glauben:

Durch die Ankunft der Spanier, ihre Herrschaft und die damit verbundene Christianisierung wurden die indianischen Völker Mexikos zum katholischen Glauben „gebracht“. Heutzutage sind praktisch die meisten Ñähñu katholische Christen, wobei sie glücklicherweise doch noch viele Elemente und Inhalte ihrer ursprünglichen Naturreligion bewahrt haben. Diese Vermischung wird auch oft als traditionelle Volksreligiösität bezeichnet. Einige der Glaubensinhalte und Merkmale seien im Folgenden beschrieben:

„Rä zi dada n’e rä zi nana“, zu deutsch „Gott Vater und Mutter“ ist das grundlegende Gottverständnis der Kultur Hñähñu. Alles existierende ist doppelt, hat die Zahl 2. So wie zum Beispiel die Menschheit aus zwei Geschlechtern besteht, ist Gott für sie Vater und Mutter zugleich. Der Vater im Gottesbild ist auch zugleich der Gott des Feuers und der Toten. Die Mutter im Gottesbild ist zugleich die Göttin der Erde (Mutter Erde) und des Mondes. Sie ist für alles Leben und die Fruchtbarkeit zuständig.

Ursprünglich verehrten die Ñähñu noch viele weitere Götter, die zum Teil nur kleine „Zuständigkeitsbereiche“ hatten. Die zwei wichtigsten waren:

„Edähi“, der Gott der Winde in Gestalt einer gefiederten Schlange, ähnlich dem aztekischen Gott „Quetzalcóatl“, soll im Auftrag von „Gott Vater und Mutter“ die Erde erschaffen haben.

„Muy’e“, der Herr des Regens und der Pflanzen hatte zahlreiche Begleiter, die für die Gewässer zuständig waren.

Die frühere Götterverehrung ist heute noch lebendig in der besonderen Bedeutung der Natur und dem großen Respekt vor ihr. So sind ihnen beispielsweise Sonne, Mond, Wasser, Luft, Wind, Feuer, Erde, Berge, Höhlen, Steine, Blumen, Tiere und vieles mehr heilig.

Eine ganz besondere Bedeutung hat der Wind. Er besteht aus den vier Winden der vier Himmelsrichtungen. Der Wind stellt auch die Verbindung zwischen Himmel und Erde her, ist also eine Art Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Die Zahl 1 steht für den Himmel und die Zahl 2 für die Erde. Da der Wind die Vermittlerrolle zwischen beiden hat, ist ihm die Zahl 3 zugeordnet. Außerdem fegt der Wind das Böse und Schlechte weg und reinigt auf diese Weise, bringt Wolken und somit auch Regen und befruchtet die Mutter Erde. Die Ñähñu glauben traditionellerweise auch, daß die Sonne durch den Wind bewegt wird. Zusammenfassend könnte man sagen, dort wo Wind ist, wird etwas bewegt und Bewegung ist Leben.

„Los cuatro puntos cardinales“, zu deutsch „Die vier Himmelsrichtungen“ tauchen immer wieder in der Symbolik vieler Riten auf. Die Zahl 4 steht für alles Komplette und Vollkommene. Die vier Himmelsrichtungen sind ein Sinnbild für das Gleichgewicht zwischen dem Himmlischen und dem Irdischen. Demnach geht unser Lebensweg von Süden nach Norden, von der Geburt bis zum Tod und wird täglich vom Weg Gottes gekreuzt, der mit dem Lauf der Sonne von Osten nach Westen führt. Dort wo sich die beiden Wege kreuzen oder auch die vier Winde treffen, entsteht ein Punkt des Gleichgewichts. Von diesem Punkt aus geht eine neue, nämlich die fünfte Richtung nach oben. Die Zahl 5 steht für das „mit-Gott-gehen“, das bedeutet, das Beherrschen jeder beliebigen Situation. Durch die Verehrung der vier Himmelsrichtungen können auch das Gebet und die Bitten der Menschen die ganze Menschheit und das ganze Universum erreichen. In diesem Verständnis sehen viele Ñähñu auch das Kreuz mit seinen vier Eckpunkten und dem Mittelpunkt.

„Incienso“, der Weihrauch hat ebenfalls größte Bedeutung. Dazu werden traditionelle dreibeinige (Zahl 3!) Weihrauchgefäße aus Ton benützt, in denen sich glühende Holzkohle befindet. Der Weihrauch findet bei unterschiedlichen Anlässen Verwendung. Während eines Gottesdienstes ist die Benützung des Weihrauchgefäßes Sache von Respektspersonen. In den meisten Fällen ist eine Frau dafür zuständig. Das Gefäß wird dabei in Form von Kreuzzeichen jeweils drei Mal in die vier Himmelsrichtungen durch die Luft geführt. Zudem werden Heiligenfiguren oder -bilder und Respektspersonen auch mit Weihrauch begrüßt und verabschiedet. Die Ñähñu sagen, daß man sehen kann, wie der aufsteigende Weihrauch die Gebete, die Bitten und den Dank der Menschen zu Gott trägt, „porque el incienso pinta el viento“, was soviel heißt wie „weil der Weihrauch den Wind anmalt“. Der Wind spielt ja wie schon beschrieben eine wichtige Rolle.

In vielen katholischen Pfarreien im Gebiet der Ñähñu haben einige Priester, Ordensleute und Laien erkannt, daß diese noch lebendigen Elemente einer jahrtausendealten Naturreligion keinen Widerspruch zum heutigen christlichen Glauben der Ñähñu, sondern eine Bereicherung darstellen. Es handelt sich dabei um große Werte, die es zu erhalten und zu integrieren gilt. Beispiele für Anfänge echter Bestrebungen in diesem Sinne sind Berggottesdienste, bei denen um Regen und für eine gute Ernte gebetet wird, sowie zweisprachige (Spanisch und Hñähñu) Fürbitten und Gebete in den Messen.

 
Desweiteren versuchen viele Ñähñu, alte Riten und Bräuche wieder aufleben zu lassen. Beispiele hierfür sind die „Ofrenda de la flor“, ein Blumenopfer und der „Rito a la madre tierra antes de sembrar“, ein Gabendarbringung für die Mutter Erde vor der Aussaat.

 

»HÑÄHÑU-SEIN« HEUTE
WAS BEDEUTET »HÑÄHÑU-SEIN« HEUTE?
Indígenas und wir – Rahmenbedingungen und Ansätze einer „indigenen Kulturarbeit“ mit dem Volk Ñähñu

(...) Es gibt in den Industriestaaten eine Tendenz, sich romantisierend für die „Indianer“ zu begeistern, die ver-sehen werden mit den Attributen „ursprünglich, naturbezogen und nicht-entfremdet“. Dabei werden Kulturelemente einzelner Ethnien aus ihrem historischen und materiellen Kontext isoliert und als „indianische Weisheit“ präsentiert. (...)

Dagegen ist vielen Progressiven eine Beschäftigung mit indigener Kultur grundsätzlich suspekt. Indígenas werden lediglich als klassische Modernisierungsopfer wie Straßenkinder, Obdachlose, Flüchtlinge gesehen. VerliererInnen eben, für die man mal eine Unterschrift leistet, denen aber auch klar sein muß, daß ihre Lebensweise anachronistisch ist und sie sich letztlich in die moderne Gesellschaft integrieren müssen. (...)

Es gilt zuallererst anzuerkennen, daß indigene Völker das Recht haben, so zu leben, wie sie wollen. Es gilt weiter zu respektieren, daß Kulturen und Denkweisen, die nach anderen Logiken funktionieren als die westlich-kapitalistische, kein museales Überbleibsel vergangener Zeiten sind, sondern hier und jetzt existieren, sich verändern und entwickeln. (...)

Auszüge aus dem Editorial der Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika (ila) Nr. 222 vom Februar 1999 mit dem Titel „INDIGEN: GANZ ANDERS NORMAL“

Ich habe den vorangegangenen Text deshalb zitiert, weil darin sehr vieles angeschnitten wird, was uns als in der internationalen Solidaritätsarbeit engagierte Menschen zum Nachdenken anregen könnte und sollte. Denn wie dem aufmerksamen Leser bekannt sein dürfte, macht das indigene Volk Ñähñu (Wenn man das Volk oder die Personen meint, schreibt man Ñähñu, meint man die Sprache, die Kultur oder das Adjektiv, so schreibt man Hñähñu) einen Großteil der Bevölkerung im Vall del Mezquital aus. Ich möchte darzustellen, inwiefern das kulturelle Überleben der Ñähñu gefährdet ist, welche Anforderungen sich daraus ergeben und wie die ersten Schritte in die richtige Richtung aussehen können. 


Kultur- und Sprachverlust
Durch verschiedenste Fremdherrschaften – angefangen von den Tolteken, über die Spanier bis zur heutigen mexikanischen Regierung – standen die Ñähñu fast immer unter dem Einfluß anderer Kulturen. Sie hatten aber die großartige Fähigkeit, das Eigene zu verteidigen und zu bewahren, gleichzeitig jedoch auch neue Einflüsse und Anregungen zu nutzen.

Allerdings sind die durch den „Fortschritt“ und die „Modernität“ bedingten Einflüsse auf die Kultur Hñähñu heutzutage so allgegenwärtig und massiv, daß ein starker Kultur- und Sprachverlust eingesetzt hat. Durch die Wanderarbeit von immer mehr Männern, Frauen und Jugendlichen aus dem Volk Ñähñu in den USA verdrängt die scheinbar fortschrittliche „US-amerikanische Kultur“ die eigene traditionelle Lebens- und Denkweise. Dabei spielt auch die Beeinflussung durch Massenmedien und Werbung eine wesentliche Rolle. Viele Ñähñu empfinden ihre eigenen Traditionen als rückständig und nicht mehr zeitgemäß. Dies gipfelt in der Verleugnung der kulturellen Wurzeln. Nicht selten sind Identitätskrisen und daraus resultierend selbstzerstörerische Tendenzen, wie Drogenmißbrauch und Gewalt in den Familien die Folge. Schuld an der verhängnisvollen Entwertung indigener Kulturen und Sprachen sind auch Gerüchte, die von Regierungsorganen gezielt in die Welt gesetzt wurden. So wurde zum Beispiel behauptet, daß zweisprachig (Hñähñu und Spanisch) aufwachsende Kinder niemals richtig der spanischen Sprache mächtig würden. Lieber sollten sie Englisch anstatt Hñähñu lernen, um später einmal „Erfolg zu haben“. Auf der einen Seite ist Mexiko stolz auf seine indigenen Wurzeln und rühmt sich mit „toten“ steinernen Zeugnissen indigener Hochkulturen – auf der anderen Seite werden die noch „(über)lebenden“ 56 indigenen Völker Mexikos gewaltsam gezwungen, sich in der farblosen „Nationalkultur“ aufzulösen.


Indigene Gegenbewegung

Die ersten Schritte einer Gegenbewegung – „indigene Kulturarbeit“

Seit einigen Jahren jedoch ist eine immer stärker werdende Gegenbewegung zu bemerken, die den Sprach- und Kulturverlust nicht einfach tatenlos hinnehmen will. Immer mehr Ñähñu machen sich Gedanken über ihre Geschichte, Kultur und Identität und werden aktiv. Sie haben erkannt, daß man sich seiner Vergangenheit bewußt sein muß, um die Gegenwart richtig einordnen und die Zukunft in die eigenen Hände nehmen zu können. „Hñähñu-Sein“ in der heutigen Zeit ist vor allem eine Frage des Bewußtseins. In einigen Pfarreien des Bistums Tula im Gebiet der Ñähñu haben Priester, Ordensleute und Laien erkannt, daß ihre Zuständigkeit nicht nur auf religiöse Bereiche beschränkt sein kann. Sie fühlen sich immer mehr auch dafür verantwortlich, die Sprache und Kultur nicht einfach sterben zu lassen. So haben sich beispielsweise in der Pfarrei Cardonal gleichgesinnte Einheimische zur „Hñähñu-Kulturgruppe“ zusammengetan. Diese Gruppe sieht ihre Aufgabe vor allem darin, Bewußtseinsarbeit bei und mit den eigenen Leuten zu leisten und aktiv die Sprache und Kultur zu erhalten, zu fördern und weiterzubringen. In diesem Sinne wurde am 2. August 1998 erstmals und am 8. August 1999 zum zweiten Mal ein von ihnen organisiertes „Hñähñu-Kulturtreffen“ in Cardonal durchgeführt, welches nun jedes Jahr einmal stattfinden soll. Wichtig dabei ist, daß diese Veranstaltung nicht zu einer Art „Kulturfolklorespektakel“ verkommt, sondern, wie es bei den ersten beiden Kulturtreffen war, ein Tag „von allen für alle“ bleibt. Das heißt, daß die Ñähñu selbst verschiedenste Aspekte ihrer gelebten Kultur mit unterschiedlichsten Ausdrucksformen präsentieren. Dies zunächst und vor allem für den eigenen intrakulturellen Austausch des Volkes Ñähñu – später vielleicht einmal den interkulturellen Austausch mit anderen indigenen Völkern – und nicht (nur) für nationale und internationale Touristen oder Ethnologen.

Außerdem hat die „Hñähñu-Kulturgruppe“ in Zusammenarbeit mit zweisprachigen Lehrern, anderen Interessierten und einer Kulturradiostation in monatelanger Arbeit eine Kassette mit Aufnahmen traditioneller Erzählungen in Hñähñu mit einem dazugehörigen zweisprachigen (Hñähñu und Spanisch) Begleitheft erstellt und herausgegeben. Für die Zukunft sind weitere zweisprachige Materialien geplant bzw. bereits in Bearbeitung.

Entscheidend bei solchen Publikationen ist, daß sich der Kreis schließt. Was bedeutet das? Zusammengetragenes traditionelles Wissen – im Falle der erwähnten Kassette mit Begleitheft waren dies kurze überlieferte Erzählungen und Geschichten – muß unbedingt wieder dorthin zurückkehren, wo es „ausgegraben“ wurde, nämlich zu den Ñähñu. Indígenas dürfen nicht als bloße Forschungsobjekte gesehen werden, über die wissenschaftliche Abhandlungen in jeder denkbaren Sprache, nur nicht der Muttersprache des jeweiligen indigenen Volkes erscheinen.

Ein weiteres Feld, das ebenfalls unter dem Begriff „indigene Kulturarbeit“ gefaßt werden kann, ist die Naturmedizin. In zahlreichen Pfarreien des Partnerbistums Tula bestehen schon seit Jahrzehnten verschiedene Naturmedizingruppen, die z.B. selbst Medizin aus Heilpflanzen und Kräutern der Region nach traditionellem Wissen herstellen und zum Teil auch in kleinen „Naturmedizin-Apotheken“ in den Dörfern vertreiben.

Ein herausragendes Gemeinschaftsprojekt verschiedener Gruppen und Einzelpersonen war die Erstellung eines Buches zu traditioneller Hñähñu-Naturmedizin, welches zur Zeit druckfertig gemacht wird und noch dieses Jahr erscheinen soll. Dahinter steht der Gedanke, das oft nur mündlich überlieferte medizinische Wissen einiger „Experten“ auch anderen interessierten Ñähñu zugänglich zu machen und vor allem aber für kommende Generationen zu erhalten.

Es gibt natürlich noch viele andere Bereiche, die im Rahmen „indigener Kulturarbeit“ Platz finden könnten und sollten, wie z.B. den der Handarbeiten. Sinnvoll wäre es, zukünftig mit einem ganzheitlichen Ansatz zu arbeiten bzw. diesen anzustreben. Das bedeutet, daß die kulturelle Dimension in allen Arbeitsfeldern der Pfarreien berücksichtigt werden sollte. Die Kultur Hñähñu ist schließlich auch nicht nur ein Baustein, sondern findet sich in allen Lebensbereichen der Menschen wieder.

Um den vielseitigen Anforderungen gerecht zu werden, gründeten vier sachverständige Personen letztes Jahr ein „Dokumentations- und Beratungszentrum Hñähñu“ mit dem Namen „Hmunts´a Hem´i“. Dieses hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die einzelnen engagierten Gruppen und Personen zu beraten, zu koordinieren und gegebenenfalls zu vernetzen, sämtliche existierende Informationen über das Volk Ñähñu zusammenzutragen, zu archivieren und öffentlich zugänglich zu machen, sowie auch in Kommunikation mit anderen indigenen Völkern Mexikos zu treten.

Das Zentrum möchte zukünftig Hilfestellung bei allen Fragen „indigener Kulturarbeit“ anbieten und auch selbst tätig werden, z.B. Veranstaltungen organisieren und Materialien erstellen und veröffentlichen. Außerdem besteht für einzelne Personen und Gruppen die Möglichkeit, über „Hmunts´a Hem´i“ Materialien zu publizieren. Hierfür wurde bereits ein Fonds eingerichtet, aus dem Geld geliehen werden kann.

Nicht-Indigenas
Rolle(n) von „Nicht-Indígenas“ im Rahmen „indigener Kulturarbeit“
Bleibt die wichtige Frage, ob und wie sich deutsche Freiwillige und Priester, die am Erhalt, der Förderung und der Weiterentwicklung der Kultur Hñähñu interessiert sind, sinnvoll engagieren können und welche Rolle(n) sie in der „indigenen Kulturarbeit“ einnehmen können und dürfen. Auf diese Frage kann und soll es keine eindeutige Antwort geben. Ich möchte an dieser Stelle nur meine eigene Meinung dazu anführen. 

Zunächst ist es wichtig, sich offen und so unvoreingenommen wie nur möglich – was nicht mit unkritisch zu verwechseln ist – auf die neue, ja „fremde“ Lebensweise und Kultur einzulassen. Vor einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit muß notwendigerweise das gegenseitige Kennen- und Schätzenlernen stehen, damit Vertrauen wachsen kann. Und dies braucht Sensibilität und Zeit! Egal wie lange und „intensiv“ man dort mitlebt, bis zu einem gewissen Grade wird man immer „fremd“ sein und bleiben. Das ist auch gut so, denn man kann und muß nicht alles verstehen.

Man sollte sich auch immer wieder selbstkritische Fragen wie die folgende stellen: „Wie möchte ich gern, daß ein ‘Indianer’ aussieht, damit er für mich ein ‘Indianer’ ist?“ Mit diesen und ähnlichen stereotypisierenden Bildern, die jeder im Kopf hat, kann nur durch Reflexion und Bewußtmachung verantwortungsvoll umgegangen werden. Hñähñu-Realität kann und darf nicht mit unseren europäisch-westlichen Maßstäben gemessen und beurteilt werden. Wir können und dürfen nicht „wissen“, was angeblich gut für die Menschen vor Ort ist und sie wie kleine Kinder an der Hand nehmen. Dies wäre eine direkte Form der Entmündigung.

Diese und viele andere hier nicht genannte Vorüberlegungen sind die Grundlage für ein wirklich solidarisches Leben und Arbeiten mit und unter den Ñähñu (als Beispiel für eines von vielen indigenen Völkern). Die Tätigkeiten, die Deutsche (als nur ein Beispiel für „Nicht-Indígenas“) im Rahmen von „indigener Kulturarbeit“ sinnvollerweise übernehmen können, sollten wenn möglich nur begleitenden Charakter haben. So können unnötige und u.U. gefährliche Abhängigkeiten weitestgehend vermieden werden.

Sinnvoll und doch hoffnungslos?

Viele Menschen erachten „indigene Kulturarbeit“ inzwischen grundsätzlich für wichtig, resignieren aber mit auf den starken Kulturverlust fixiertem Blick. Die Situation sei angesichts der „übermächtigen Realität“ doch absolut hoffnungslos... Aber was heißt eigentlich Hoffnung?

Der Ñähñu Don Cirilo Valencia Torres, Vorsitzender der „Hñähñu-Kulturgruppe“ sagte dazu sinngemäß:

„Mit der Kulturarbeit ist es wie mit der Aussaat von Mais. Jedes Jahr säen wir aus, mit der unerschütterlichen Hoffnung, daß genügend Regen zur richtigen Zeit fällt und auch alle anderen Umstände den Mais gut wachsen lassen. Wir hoffen auf eine gute Ernte, obwohl wir wissen, daß die letzten Jahre wegen Trockenheit, Schädlingen und anderen Dingen oft nichts aus der Ernte wurde. Angesichts dieser Widrigkeiten ist es wahrscheinlicher, daß der Mais verdirbt, als daß es eine Ernte geben könnte. Und trotzdem säen wir aus, denn wenn wir nicht mehr säen würden, wäre es so, wie die Hoffnung auszulöschen. Genauso ist es mit unserer Kulturarbeit. Wir säen trotz aller Widrigkeiten aus und hoffen, daß diese Aussaat eines Tages Frucht bringen wird. Es ist gut möglich, daß wir die Ernte nicht erleben werden, dafür aber unsere Kinder und Enkel. Wir haben es in der Hand, den nachfolgenden Generationen unsere Sprache und Kultur Hñähñu weiterzugeben oder nicht. Das ist unsere Hoffnung, die nicht sterben wird, wenn wir sie leben lassen!“

Meinte nicht Ernesto „Che“ Guevara genau diese Hoffnung, als er einmal sagte: „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!“?...

Autor:
Zusammengestellt von Thomas Haug, der vom 1. Juli 1997 bis zum 30. November 1998 Als Friedensdienstleistender (Anderer Dienst) im Centro Social de Cardonal, A.C. In Cardonal im Bundesstaat Hidalgo/Mexiko arbeitete.
 

Quellen:

MARTIN CONTRERAS, Donaciana u. GOMEZ BARRANCO, Victorino

Breve historia del grupo hñähñu

Gobierno del Estado de Hidalgo, Pachuca, Hgo., 1992

MARTIN C., Donaciana, GOMEZ B., Victorino u. GODINEZ S., Pedro

Alfabeto Hñähñu

DGEI, Centro Social de Cardonal, Cardonal, Hgo.

Ra thogi n’e yä nfädi yä Ñähñu. La historia y los conocimientos de los Ñähñu

DGEI, Centro Social de Cardonal, Cardonal, Hgo., 1986

Yä m’ui yä Ñähñu. Vida del Ñähñu

DGEI, Centro Social de Cardonal, Cardonal, Hgo., 1986